Im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts werden an der Rheinschule, der zurzeit einzigen Grundschule für Gemeinsamen Unterricht in Emmerich,  Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf integrativ beschult.

Kinder mit dem Förderschwerpunkt "Sehen", "Hören", "körperliche und motorische Entwicklung", "Sprache" und "emotionale und soziale Entwicklung" werden in der Regel zielgleich nach den Richtlinien der allgemeinen Schule unterrichtet. Bei Kindern mit dem Förderschwerpunkt "Lernen" und "geistige Entwicklung", ggf. auch "körperliche und motorische Entwicklung" sind die Richtlinien der Schule für Lernbehinderte bzw. Geistigbehinderte und Körperbehinderte zu beachten.

Generell ist eine gemeinsame Erziehung aller Kinder vorstellbar. Die notwendigen Bedingungen ergeben sich aus den individuellen Förderbedarfen und können sich auf sehr vielfältige Bereiche des schulischen Lernens beziehen:

  • Unterrichtsgestaltung
  • materielle, räumliche und personelle Voraussetzungen
  • Kooperation mit anderen Fachdiensten (Therapeuten, Jugendhilfe etc.)
  • Fort- und Weiterbildung

Der Gemeinsame Unterricht wird durch unterschiedliche Lernformen organisiert. Beim Lernen im Klassenverband werden binnendifferenzierende Unterrichtsformen, wie Wochenplan oder Lernmappen angewendet. In den Kernfächern erfolgt in der Regel eine äußere Differenzierung in Form von kleinen Lerngruppen mit intensiver individueller Förderung. Darüber hinaus bestehen klassenübergreifende Förderbänder und spezielle Förderangebote (Graphomotorik, Konzentrationstraining). 

Der sonderpädagogische Förderbedarf wird regelmäßig überprüft und kann gegebenenfalls aufgehoben oder aber auch erweitert werden. Bei Aufhebung nimmt der Schüler am Regelunterricht der Grundschule teil und kann nach Ablauf des vierten Schuljahres ohne weiteres zu einer weiterführenden Schule überwechseln. Besteht der Förderbedarf bis zum Ende der Grundschulzeit, ist unter bestimmten Voraussetzungen ein Besuch einer weiterführenden Schule auf Probe möglich, oder der Schüler wechselt zu einer entsprechenden Förderschule bzw. in den gemeinsamen Unterricht an einer weiterführenden Schule.

Siehe hierzu auch den entsprechenden Abschnitt aus dem Schulprogramm.

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