Die Rheinschule ist eine zweizügige Grundschule in der Innenstadt von Emmerich am Rhein, einer Kleinstadt in der Nähe der holländischen Grenze, eingerahmt von der Christuskirche, der Martini Kirche, dem Rheinmuseum und dem Rhein selbst.

Als „Schule mitten in der Stadt“ haben wir es mit einem stark heterogenen Wohnumfeld zu tun. Unsere Schüler/innen leben in sozial und kulturell sehr unterschiedlichen Familien. Sehr viele unserer Kinder kommen aus einem bildungsfernen familiären Umfeld. Ebenso viele Kinder wachsen in Familien auf, deren Einkommen an der Armutsgrenze bzw. darunter liegt (Hartz, Sozialgeld, Wohngeld, Arbeitslosigkeit). Mehr als 2/3 der Schülerschaft stammen aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte unterschiedlichster Nationalität und die Verkehrssprache in den Familien ist sehr häufig Nicht-Deutsch. Viele unserer schulischen Angebote sind darauf zugeschnitten.

Die Rheinschule ist eine von drei Grundschulen im engeren Stadtgebiet. Die beiden anderen Schulen sind katholische Bekenntnisgrundschulen.

An der Rheinschule werden neben den Regelschülern Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Bisher war unsere Schule  einzige Standort-Grundschule für Gemeinsamen Unterricht in Emmerich (Bereits vor der Zusammenlegung wurde an der ehemaligen Martini-Schule seit 1996 der Gemeinsame Unterricht praktiziert.) Wie sich die Integration und Inklusion in Zukunft im Emmerich gestalten wird, ist noch offen.

Von den zurzeit 164 Kindern besuchen 19 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unsere Schule. Die Förderbedarfe reichen von Sprache über Lernen und geistige Entwicklung bis zu Förderbedarf in emotional-sozialer Entwicklung sowie körperlich-motorischer Entwicklung.

Wir sind auf dem Weg zur inklusiven Schule schon sehr weit fortgeschritten und leben diesen Ansatz zu  großen Teilen. Uns ist bewusst, dass wir auf diesem Weg weiter in „Bewegung“ sein müssen und werden.

Die Betreuung von Kindern über die Schulzeit hinaus hat an der Rheinschule lange Tradition. Aus anfänglich einer Gruppe „8 bis 1“ über „13 plus“ und „sit“ entwickelte sich der Offene Ganztag von zunächst zwei Gruppen auf inzwischen fünf Gruppen. Von den 103 Kindern im Offenen Ganztag haben12 Kinder sonderpädagogischen Förderbedarf. Darüber hinaus bemühen wir uns um verlässliche Unterrichtszeiten. Der Stundenplan sieht eine Kernlernzeit von täglich 8.15 Uhr bis 11.45 Uhr vor, so dass berufstätige Eltern, die ihr Kind nicht im Ganztag haben, eine Planungsgrundlage haben.  

Unsere Schule versucht dem Wandel der Schülerschaft Rechnung zu tragen, indem wir uns bemühen, die Kinder „da abzuholen, wo sie stehen“. Individuelle Förderung ist daher für uns ein Muss.

Den Herausforderungen einer veränderten Kindheit haben wir uns auch dadurch gestellt, dass auf soziale Erziehung und Erziehung zu tolerantem Verhalten viel Wert gelegt wird. Unterstützt werden wir hierbei durch unsere Schulsozialarbeiterin.

Veränderte Kindheit beinhaltet auch Veränderung im Bewegungsverhalten. Unsere Kinder verbringen viel Lebenszeit in der Schule. Ein spielanregender Schulhof und Pausenspiele für draußen und drinnen kommen dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder entgegen.

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