AHOI! Die Plastikpiraten betreten die Rheinschule


Am 25. September 2020 nahmen wir zum ersten Mal am Aktionstag „Plastikpiraten“ teil.
Dieser Tag diente dazu, unseren SchülerInnen deutlich zu machen wie viel unnötigen Plastikmüll
wir im Alltag produzieren. Ziel war es, einen verantwortungsbewussten Umgang mit Plastik / Kunststoffen zu vermitteln.
Brauchen wir wirklich jede Plastiktüte? Auf welche Verpackungen können wir problemlos verzichten?
Was können wir beitragen, damit Kunststoffe in der Umwelt spürbar reduziert werden?
Hierzu gehört auch der bewusste Umgang mit Plastikabfall. Zu der Nutzung eines Plastikprodukts gehört eine
möglichst umweltfreundliche Entsorgung. Daher wurden in vielen Klassen die Themen Umweltverschmutzung / Sauberkeit der Meere aufgegriffen.

In allen Klassen nahmen unsere Rheinschüler an spannenden Angeboten teil.
In den ersten Schuljahren wurde ein zum Thema passendes Bilderbuch angeschaut.

Daraufhin mussten die Erstklässler selbstständig sortieren:
-    Müll: Was kommt in welchen Mülleimer?
-    Ist das Plastik oder nicht?
-    Das ist Plastik: Brauche ich das wirklich?


Im 2. Schuljahr durften die Kinder ebenfalls ein spannendes Bilderbuch anschauen und darüber diskutieren.
Später führten sie ein Experiment durch: Sie legten Äpfel in Salzwasser und können in den folgenden Wochen das Zersetzen beobachten.

Besonders toll fanden die SchülerInnen, dass die Klassenlehrerinnen eine Bücherkiste in der Stadtbücherei Emmerich ausgeliehen hatten.
So konnte jedes Kind eigenständig zum Thema Umweltverschmutzung durch Plastikmüll stöbern.

Die Kinder der Klassen 3 wurden zu Mülldetektiven:
Wie viel Plastik steckt eigentlich in meiner eigenen Schultasche?
Später schauten sie sich Bilder an und überlegten: Was ist Müll und gehört hier gar nicht hin?
Und wie ist der Müll dahin gekommen? Immerhin gibt es eine Müllabfuhr, die unseren Müll abholt und entsorgt.
Wieso, wenn es diese Müllabfuhr gibt, gibt es in den Meeren so viel Müll? Wie kommt es dazu, dass Pflanzen und Tiere darunter leiden müssen?
Ganz wichtig: Was ist mein Anteil und wie kann ich helfen?
Zum Abschluss schauten sie sich einen Film an, der die Verschmutzung und Entwicklung der Erde durch Plastikmüll deutlich machte.

Im 4. Schuljahr überlegten alle gemeinsam: Was passiert mit Plastikmüll, den ich nicht entsorge sondern einfach in der Umwelt zurücklasse?

Und was passiert, wenn der Müll ins Meer kommt? Schwimmt Plastik oder sinkt es?

Was passiert mit den Weltmeeren? Auch hier richtete sich der Blick auf die Kinder selbst: Was können wir verändern?

Zur Vorbereitung auf diesen Tag sammelten wir über zwei Wochen in allen Klassen den Plastikmüll ein.
Unsere SchülerInnen staunten, als sie die Menge Müll sahen die ausschließlich von ihnen produziert wurde.
Strohhalme, Trinkpäckchen, Tütchen von Butterbroten… Das muss nicht sein. Schnell kamen Ideen auf, die eigentlich bekannt waren:
wiederverwendbare Trinkflaschen, Butterbrotdosen (ohne zusätzliches Einpacken des Brotes in Tüten).
Das Sehen der Menge des vorhandenen Mülls motivierte unsere Schüler, diese Ideen in Zukunft umsetzen zu wollen.



Dieser Aktionstag soll der Startschuss für eine möglichst plastikfreie Rheinschule sein!
Für die Zukunft planen wir mit unseren Kindern u.a. Müll in der Schulumgebung aufzusammeln, die Qualität des Rheinwassers zu kontrollieren,
plastikfreie Strohhalme für den Kakao anzubieten... Die Erziehungsberechtigten unserer SchülerInnen sollen ebenfalls miteinbezogen werden.
Langfristiges Ziel ist es, dass das Schulfrühstück all unserer Kinder in wiederverwendbaren Behältern verpackt wird.

Weitere Informationen zu den Plastikpiraten können der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Fortbildung entnommen werden www.bmbf-plastik.de.

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